Von Häggvik nach Lustholmen

imageimageimageimageEigentlich wollte ich noch eine Abhandlung über die Schwedinnen verfassen, aber ich würde wie der Blinde von der Farbe sprechen. Daher will ich mir das für spätere Reisen aufheben. Vielleicht wenn ich einmal alleine unterwegs bin…
Meine liebe Ute ist ein echtes Trüffelschwein! Mit sicherem Instikt findet sie die besten Ankerplätze, Anleger und Häfen. Häggvik ist wieder so ein Geheimtipp. Am Ende eines Fjordes gelegen, durch einen schmalen Channel erreichbar, findet man am letzen Zipfel der Welt ein Dorf mit einem kleinen Anleger für ca. 20 Boote, ein offenes Vereinshaus, Duschen Waschmaschine, Küche und kostenlose Fahrräder. Mit der Herkules sind insgesamt 2 Boote im Hafen. Wir schwingen uns auf die Räder, die nur ein mäßig funktionierenden Rücktritt besitzen und radeln zum etwa 3 km entfernten ICA. Durst! Den Heckkorb mit Bier beladen, die Knie an den Ohren und mit den Flipflops als Bremshilfe geht es wieder zurück. Ich bin tot! Abends gibts die köstlichen Pilze vom Vormittag und die restlichen Steaks vom Grillen.
Am nächsten Morgen besuchen wir die Kunst -, Kultur -und Technik-sammlung „Mannaminne“. Eine skurile Sammlung von landwirtschaftlichen Geräten, Haushaltsgegenständen aller Art, Booten, Häusern aus verschieden Ländern, norwegischer Stabkirche, ungarischem Bauernhaus, chinesischem Pavillion, einem Haus aus Estland, einem Haus aus Hohenfelden in Thüringen, Fahrzeugen (Trabbi und Wartburg sind mit originalen Nummernschildern auch vertreten), Düsenjäger, Straßenbahnen, und vielen anderen Nütz – und Unnützlichkeiten bis hin zu ziemlich übler Volkskunst. Aber für jeden Besucher der Högan Kusten ein Muss!
Gegen Mittag – wir sind alleine im Hafen – werfen wir die Leinen los und fahren weiter nach Süden. Lustholmen ist etwa 20 nm entfernt und wir können bei raumen Winden endlich den Geschwindigkeitsrekord unserer Etappe aufstellen – 7,6 Knoten! Die dicke Herkules ist ne echte Rennziege. Wir merken, dass es in dichter besiedelte Gebiete geht, da es verdammt voll auf dem Wasser wird. 3 Boote haben wir heute gesehen und in Lustholmen kommt es noch dicker! 8 Boote im Hafen! Die Sauna ist besetzt. Aber ansonsten ist alles wunderbar wie immer. Der Abendspaziergang bringt wiederum eine ordentliche Pilzmahlzeit. Langsam müssen wir uns mit dem Gedanken vertraut machen, dass unser Urlaubsglück nur noch von begrenzter Dauer ist und wir morgen den letzten Schlag nach Sundsvall fahren werden. Nach diesem unvergleichlichen Erlebnissen wird es wohl nicht bei der berühmten „Träne im Knopfloch“ bleiben.

1 Kommentar

  1. Endlich habe ich wieder Internet….um die ciboney Berichte zu lesen.
    Mehrere Tage habe ich mit den italienischen Telrfonladen Besitzern kämpfen müssen um das Problem zu lösen.
    Das klingt ja alles wieder nach einer wunderbaren Etappe. Wetter und Wind stimmen. Land und Leute machen Spaß. Und „Herkules“ zeigt sich mit seiner Familie im besten. Einklang. Erreicht bestimmt gerade seinen persönlichen Spaßfaktor der Ostsee-Rund-Reise.
    Ich freue mich natürlich auch, dass ich Familie Müntz bei ihrem Alkoholproblem helfen konnte. Ich komme bestimmt noch einmal darauf zurück, sollte ich wieder einmal der letzte Gast im Garten sein…
    Dann hoffe ich auf eine entspannte Übergbe mit der Körni Crew. Ich genieße weiter das Mittelmeer und lese weiter fleißig Ciboney.de

    Matti Hauki

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