Wir haben das Paradies gesehen!

Logbuch Seychellen 12.02. -26.02.2011

12.02. [nbsp][nbsp] Nach Zugfahrt und einem an Tortur grenzenden Flug mit einer Boing 767 (Die Enge des Fliegers ist auch für normal gewachsene Leute unerträglich) sind wir am Morgen in Mahe gelandet. Mit dickem Pullover, Regenjacke und langen Hosen, gab es bei 30 Grad eine feuchtheiße Klatsche und der Schweiß floss sofort in Strömen. Matthias und Schetti haben uns mit zwei Leihwagen am Flughafen abgeholt und zur nahe gelegenen Marina von Dream Yachts gefahren. So konnten wir auch ohne Probleme unsere Einkäufe erledigen. Ganz tolle Idee, riesen Dank für die Hilfe! Nach Schiffsübergabe, Einräumen, Verabschiedung der Vorgängercrew und Abendbrot fiel die ganze Mannschaft in tiefen Schlaf.

13.02. [nbsp][nbsp] Der Vormittag verging entspannt, die Crew wurde eingewiesen und dann ging es endlich raus. Wie immer kam alles ganz anders, aber diesmal hatte es uns gut erwischt. Der 44er Kat war nicht verfügbar, dafür gab es eine 47er Catana. Der Dampfer war recht gut in Schuss und die ersten Manöver klappten sehr zufriedenstellend. In diesem Jahr sind wir eine gemischte Mannschaft und deshalb heißt der Dampfer „Mixed Pickles“, denn mit Ute, Nina, Anke, Nicole, Uwe, Leander, Ken und mir gibt es eine gleichmäßige Geschlechterverteilung. Wir starten mittags, ziehen [nbsp]das Groß hoch, rollen die Genua raus und segeln in die Bucht von Port Launay. Sehr malerisch! Wir schorcheln, gammeln, genießen den ersten Urlaubstag und wissen, wir sind im Paradies.

14.02. Es geht so weiter! Nach einem ausgiebigen Schnorchelausflug mit wunderschöner Unterwasserflora -und fauna bei 30 Grad Wassertemperatur besteigen wir die Dingis, gehen an Land und unternehmen einen Ausflug zum Wasserfall von Port Launay. Der mitten im Dschungel gelegene Fall ist malerisch gelegen, am Fuße von fast 900 m hohen Bergen. Inmitten von Tropischen Bäumen und Pflanzen schlängelt sich der Weg zum Wasserfall. Unterwegs finden wir Sternfrüchte, Mangos, Brotfruchtbäume und viele andere, für uns unbekannte Pflanzen und in den Mangroven wuseln tausende kleine Krebse und Schlammspringer. Der Wasserfall bietet eine willkommene Abkühlung bei über 30 Grad, die Luft ist feucht und heiß. Wegen Bauarbeiten zur touristischen Erschließung ist der Zugang zum Wasserfall eigentlich nicht möglich, aber für 250 Rupien „Schmerzensgeld“ lässt man uns passieren. Als wir vor dem kleinen Wasserbecken stehen, den Berg emporsehen und glauben allein auf der Insel zu sein, kommt das „Robinsongefühl“ auf. Doch der Schein trügt, die Insel wird an allen Ecken nobeltouristisch erschlossen – die einzige Einnahmequelle für die Einwohner. Wer will es verdenken, zumal die Bauten sich gut in die Landschaft integrieren, denn die Häuser dürfen nicht höher als die Palmen sein. Eine sympathische Vorgabe.

15.02. Zehn Uhr geht der Anker auf und wir motoren Richtung Praslin (Pralong oder Pralee oder Praslin gesprochen). Auf den Seychellen spricht man Englisch, Französisch oder Kreolisch. Ich glaube aber es ist eine Mischung aus allen drei Sprachen, denn oft verstehen wir nur einige Brocken. Natürlich kommt der Wind mit 15-20 Knoten genau von vorn. Also orgelt die „Eiserne Genua“ die 35 sm durch. Aus langer Weile ziehe ich an der neu erworbenen „Reiseangel“ einen Plastikfisch durch den Indischen Ozean. Und werfe noch zwanzig Meter Wäscheleine mit einem Gummioktopus achteraus. Es dauert nicht lange, da zappelt ein Yellowfin an der Leine. Das Jagdfieber packt mich und ich beginne, bar jedes Anglerwissens, die Fangeinrichtungen zu optimieren. Tausche Köder, werfe einen zweiten Oktopus in anderer Farbe an der Wäscheleine aus und wieder beißt ein Fisch. Diesmal ein Bluefin – Thunfisch. Das Abendbrot ist gerettet! Es gibt ein paar Stunden später Thunfischfilet mit kreolischem Reis, mehr braucht man nicht! So frisch gab’s Fisch noch nie! Im Hafen (Jetty) in der St. Annenbucht bemerken wir, dass ein wichtiger Bolzen am Stevenrohr gebrochen und der Anker ist an beiden Blättern bis zur Hälfte durchgerissen ist.

16.02. Am Morgen kommen die Mechaniker und reparieren die Schäden, tauschen den Anker aus und versuchen das GPS wieder zu aktivieren. Bis zum Abend funktioniert alles wieder. Die kreolischen Uhren ticken in einem anderen Takt als die unsrigen, was wir im[nbsp] Moment nicht als störend empfinden, da wir Zeit haben und uns nichts treibt. Wir machen keine Pläne, die länger als 24 Stunden tragen müssen. Die Leute sind sehr freundlich, unaufdringlich und sehr hilfsbereit, grüßen auf der Straße und haben immer Zeit zu einem kurzen Schwätzchen. Preise mit Taxifahrern und Restaurants werden ausgehandelt und bei unseren 15 Leuten ist immer ein Nachlass drin, auch wenn wir sicher nicht die großen Händler sind. Wir beschließen nach dem Frühstück ins 5 km entfernte Vallee de Mai zu fahren. Dort wächst die berühmte Coco de Mer. Wir unternehmen eine zweistündige geführte Wanderung durch den kleinen Nationalpark und kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. Der Urwald ist so schön, die Palmenwedel so riesig, die Vielfalt der Natur so umwerfend, dass wir ganz ehrfürchtig werden. Die Coco de Mer kommt nur auf zwei Inseln der Seychellen vor und ist damit weltweit einmalig. Im Gegensatz zu den anderen Palmenarten ist die Coco de Mer getrenntgeschlechtlich. Das heißt, zur Fortpflanzung benötigt die Nuss immer eine männlich und eine weibliche Pflanze. Da das Geschlecht aber erst nach 30 Jahren Wachstum zu erkennen ist, ist es bisher noch nicht gelungen die Nuss an einer anderen Stelle anzusiedeln. Die Seychellois gehen, den ersten Anschein nach, recht sorgsam mit ihrem einzigen Rohstoff – der Natur – um. Die Schüler müssen den Urwald von Schädlingen befreien und 40% der Seychellischen Gebiete sind Naturschutzgebiete. Die Seychellois hatten das erste Umweltministerium der Welt überhaupt. Unsere Führerin durch den Nationalpark organisiert uns ein typisches[nbsp] Essen in einem Restaurant mit kostenlosem Shuttleservice vom Hafen zum Restaurant und zurück.

17.02.[nbsp] Entspannt gehen wir den Tag an, Frühstücken ausgiebig und machen uns so gegen zehn klar zum Ablegen.[nbsp] Wir nehmen nochmal Wasser und stellen fest, dass ein großer Teil in die Bilge läuft, da der Tank undicht ist. Die Bilgenpumpe steigt nach wenigen Minuten aus und wir fangen an zu bauen. Silvan, der Chefmechaniker der Marina, nimmt sich der Sache an. Nachdem wir am Morgen zwei neue Reffleinen für die Rollreffanlagen bekommen haben, wird jetzt die Bilgenpumpe gewechselt. Um die Mittagszeit legen wir endlich ab und fahren nach Norden um dann Richtung Curieuse abzufallen. Auf dieser Insel leben die berühmten Riesenschildkröten. Nach einer Inselumrundung – die Insel ist nicht groß – lassen wir den Anker in der malerisch schönen Bucht fallen. Die Landschaft sieht unwirklich schön aus. Bisher kannte ich das nur aus Bildbänden. Aber die Realität ist noch schöner und spannender. Riesige Granitfelsen ragen aus dem Wasser und säumen den feinen Sandstrand. Am Abend müssen sämtliche Besucher die Insel verlassen. Wir vereinbaren mit den Park-Rangern ein Barbecue. Sie grillen für uns Huhn, Fisch und Schwein, dazu gibt es Reis, Kartoffeln und Krautsalat mit Zwiebeln. Die kreolische Salsasauce ist irre scharf und treibt uns die Tränen in die Augen. Es ist Vollmond, der Nachthimmel ist nahezu wolkenlos, der Wind weht warm vom Meer und wir sitzen unter Palmen, Essen, Trinken Bier und Rum und feiern kräftig. Der Mond taucht die Umgebung in silbrigen Glanz. Manchmal hört man die Schildkröten um Urwald wie Kühe muhen. Um Mitternacht fahren wir zurück zu unseren Booten, mit 15 Leuten auf zwei Dingis verteilt beginnt sofort das Wettrennen. Die Mixed Pickles sind zu schwer und verfehlen den Sieg mit einer halben Bootslänge. Welch ein wunderbarer Tag!!

18.02. Am nächsten Morgen besuchen wir nochmal die Insel. Wir wandern durch Mangrovenwälder wobei es unbeschreiblich heiß und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist. Alles klebt am Körper und der Schweiß fließt in Bächen. Auf dem feuchten Boden wimmelt es von Getier, Krabben, Krebse, Ratten, Spinnen, Vögel u.v.m. Alles bewegt sich. Wir knacken eine Kokosnuss und schleppen uns anschließend zum Dingi um endlich im 30 Grad „kalten“ Wasser Abkühlung zu finden. Der Nachmittag verfliegt im Dämmerzustand, alle schlafen oder dösen. Wir verholen uns am späteren Nachmittag auf die Südseite der Insel. Hier liegt kein Schwell und der Sonnenuntergang ist phantastisch. Ich bin mit Anke alleine auf dem Boot und höre Tschaikowsky. Anke liegt im Trampolin, die restliche Crew tobt am Strand und ich bin dankbar für Alles, was es mir möglich gemacht hat, diese wunderbaren Erlebnisse haben zu dürfen. Es ist fast Halbzeit!

19.02. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach La Digue. Bei allerbestem Wetter und 13 Knoten Wind segeln wir zu der knapp 10 sm entfernten Insel. Wie immer lasse ich die Angel raus, an der unser erfolgreicher kleiner Gummioktupus baumelt. Nach einer knappen halben Stunde beginnt die Rolle zu surren, wir werfen die Schoten los um Fahrt aus dem Dampfer zu nehmen und nach zehn Minuten ziehe ich einen 10 kg Bluefin-Thunfisch aus dem Wasser. Die Freude war riesig, der Puls um einiges schneller als normal und das Abendbrot gesichert. Ich habe vom Angeln gar keine Ahnung, aber der Jagdinstinkt hat augenscheinlich auch in mir die Jahrhunderte überlebt. Im Süden von La Digue befinden sich drei traumhafte Buchten. Wir lassen den Anker auf weichem Sand fallen und gehen schwimmen und schnorcheln. Da die Buchten nur von See, zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar sind, ist der Strand nahezu menschenleer. Als der Seegang eine gewisse Ungemütlichkeit erahnen lässt, lichten wir den Anker und fahren eine Stunde nach Praslin zu Basis. Wir nehmen Wasser, laden die Batterien und vertilgen mit 14 Leuten den Thunfisch. Er schmeckt phantastisch und ist der Beginn eines kleinen, bis weit nach Mitternacht dauernden Bergfestes.

20.02.[nbsp] Am Morgen ziehen wir nach Coco Island, einer winzigen von einem Riff umgebenen Insel. Mit Schnorchel, Maske und Flossen schwimmen wir zum Riff und bestaunen die Unterwasserwelt. Unzählige uns unbekannter Fische und Korallen haben dort ihren Lebensraum. Eine Meeresschildkröte lässt sich fotografieren und streicheln. Leider hat das Riff schon ganz schön gelitten, El Nino und der Tsunami von 2002 haben deutliche Spuren hinterlassen. Dennoch sind wir tief beeindruckt und hoffen, dass sich das Riff im Laufe der Jahre wieder erholen kann. Am Nachmittag fahren wir wieder in den Süden von La Dique. Wie immer geht die Angelschnur achteraus und kurze Zeit später hängt ein Barracuda am Haken. Nicht sehr groß, aber sehr wehrhaft. Den 80 cm langen Fisch gab’s abends als „catch of the day“. In dieser Nacht ankern wir in Grand Anse. In der Nacht schwellte es kräftig und ich bin unruhig und schlafe schlecht. Beim morgendlichen Bad stellen wir fest, dass unser Anker sich nur etwas hinter einer Koralle verhakt hatte. Die innere Unruhe des Skippers war also berechtigt – gut dass die Instinkte funktionieren!

21.02. Wir verholen uns in den Hafen von La Passe auf La Dique. Für uns eine neue Herausforderung, da der Hafen eng ist, Festmachen mit Buganker und Heckleinen, welche mit dem Dingi an Land gebracht werden müssen und dazu kommt ein unvorteilhafter Seitenwind. Da der Hafen sichelförmig angelegt ist, besteht die Gefahr eines großen Ankersalates. Es funktioniert dennoch bestens. Wir leihen Fahrräder und erkunden die Insel per Rad. Die Wege führen durch den Urwald und beim Blick nach oben können wir keinen Himmel erkennen, so dicht ist das Blätterdach. Die Bucht Grand Anse von Land aus ist nicht weniger reizvoll als von See kommend. Auf den einlaufenden Wellen kann man mit etwas Geschick Bodysurfen. Der Zugang zum Strand führt durch die kleine Strandbar Loutier Coco mit frischen Säften, Drinks und kreolischem Essen. Palmengedeckt verbreitet sie eine exotische Atmosphäre. Der Tag erfährt einige Auflockerungen in dem erst Ninas Fahrrad von einem deutschen Idioten vor unseren Augen geklaut werden sollte, wir in den Hafen kommen und ein weiterer Knalli den Stöpsel von unserem Dingi gezogen hat und das Gummiboot auf Grund liegt und Abends nach dem Restaurantbesuch unser Dingi nicht mehr an der Pier liegt. Zum Glück stellt sich heraus, dass es nur eine Verwechslung war und Rastaman George versehentlich unser Dingi gegriffen hatte. Das erspart uns stundenlange Sitzungen auf der Polizeistation und beschert doch noch einen ruhigen Abend.

22.02.[nbsp] Wir blockieren den Anleger der örtlichen Baufirma und müssen bis zwölf den Hafen verlassen. Hektisch gehen wir noch schnell Einkaufen und dann verlassen wir den Hafen von La Dique, ziehen die Tücher hoch und segeln Richtung Curieuse. Bei der ersten Wende bleibt die Jakobsleine des nicht mehr ganz frischen Vorsegels auf Höhe der zweiten Saling in der Verstagung hängen. Nichts geht mehr. Ich lasse mich (125 kg) im Bootsmannsstuhl, auf offener See, bei einem Meter Welle in den Mast hochkurbeln um unsere Fock zu retten. Für den „Grinder“ gibt’s dicke Arme und für mich ein paar blaue Flecken mehr. Aber wir bekommen die Fock wieder frei und runden Curieuse um in Anse Lazio ein Schnorchelstopp einzulegen. Wieder sehen wir viele bunte Fische, aber auch Rochen und Barracudas. In der Nacht liegen wir am Strand vor Doctors House vor Curieuse. Während die beiden Skipper die Wasserversorgung auf der Corrosol alias Mixed Pickles reparieren, verbringen die übrigen Gäste den Abend mit „Activity“. Zweiklassengesellschaft!!!

23.02. Nina muss in den Mast um die Schäden des Vortags zu beseitigen, was sie gerne macht, denn die Aussicht ist grandios. Gegen Mittag wollen die Ranger eine neue Liegegebühr kassieren, was uns veranlasst wieder etwas aktiver zu werden und den Anker zu lichten. Wir runden Praslin und beschließen wieder nach La Digue zu segeln. Unterwegs muss ich feststellen, dass das Kartenmaterial nicht sehr genau ist, der Plotter funktioniert mal wieder nicht, nur das „Seychellenapp“ zeigt zuverlässig alle Untiefen. Der kollegiale Funkspruch von Matthias hat uns auch noch auf die Roch Baleine aufmerksam gemacht, die etwa einen halben Meter aus dem Wasser ragen. Unterwegs beschließen wir wieder nach La Dique zu fahren, gehen in Grande Anse vor Anker und faulenzen. Am Nachmittag wird den „Marineschülern“ die Prüfung zum „Leichtmatrosen“ oder „Bootsjungen“ abgenommen. Alle bestehen und müssen ihre Eignung als Crewmitglied durch eine zünftige Äquatortaufe endgültig beweisen. Großer Spass! Die Nacht ist ruhig.

24.02. Torschlußpanik macht sich breit. Der aktive Teil der Crew will noch schnell segeln, fischen, schnorcheln, baden, mit dem Rad über die Insel fahren, abends Grillen, shoppen – als wenn es kein nächstes Mal gäbe…. Die Chillabteilung liebt das Wasser und die Sonne – Bewegung muss nicht sein. Der Wind nimmt zu und unser neuer Anker bricht mehrere Male aus und wir müssen feststellen, dass er völlig unbrauchbar ist. Bisher hatten wir offenbar Glück. Matthias taucht und setzt ihn unter einen Felsen, damit wir wenigsten die obligatorische Seeschlacht veranstalten können. Am Tage vorher wurden die Wasserbomben gefüllt und die Kämpfer sind unruhig. Mit den 15 PS Dingis gehen die Gummiboote richtig los und wir durchwühlen die sonst so beschauliche Bucht. Die Ballons und Klopapierrollen fliegen durch die Luft, wir sind nass, bekleckert und glücklich. Gemeinsam nehmen die Kampfpiloten das Versöhnungsbier, während das Fußvolk Dingis und Wasser von Klopapier und Plastikmüll befreien muss. Wir fahren zur Basis nach Praslin um die Nacht sicher zu verbringen, Wasser zu nehmen und am Abend hervorragend in einem nahegelegenen Restaurant zu essen. Wir sind die einzigen Gäste. Das typisch kreolische Essen ist das einfachste, schmackhafteste und preiswerteste Essen auf dieser Reise.

25.02. Das Ende der Reise naht, alle sind traurig, aber voller positiver Eindrücke und Emotionen. Wir verlassen früh den Hafen und Segeln mit 5 Knoten Richtung Mahe. Nach zwei Stunden – der „Abschieds-Bonito“ geht an die Angel! Kurze Zeit später meldet auch „Little Sharky“, dass das Abendbrot gesichert sei. In Victoria angekommen gehen wir vor der Ile St. Anne nochmals vor Anker um ein Abschiedsbad zu nehmen. Der Anker hatte kaum den Meeresgrund berührt, kamen die unerbittlichen Ranger um die „Landing Fee“ zu kassieren. Die 15 € p.P. haben uns kurzzeitig die Laune verdorben, den für 30 Minuten Badestopp ist das eine stattliches Eintrittsgeld. Aber selber schuld, wir hätten ja auch mal nachlesen können. Trotzdem entstehen schöne Fotos vom „Synchronschwimmen der Mixed Pickles“. Gegen Fünf sind wir dann im Hafen, filetieren die Bonitos und lenzen einige Flaschen“ Takamaka“, dem Nationalgetränk und etwas gummiert schmeckenden Rum. Die Nacht verspricht kurz zu werden.

26.02. Sachen packen! Wir müssen um zehn vom Schiff sein und Rita übernimmt das Kommando über das Reinigungsgeschwader. Mit dem Bus geht es in die Innenstadt von Victoria. Wir besuchen den schreiend bunten Markt. Früchte, Gemüse, Gewürze, Fisch, Stoffe und unzähliges Haushaltgerät wird angeboten. Es geht laut zu und die Gerüche wabern von unerträglich zu unwiderstehlich. Leider müssen wir uns zurückhalten und können der heimischen Wirtschaft nicht konsumierend unter die Arme greifen, da gegen Mitternacht unser Flieger abheben soll. Wir besteigen den Inselbus der Marke „TATA“ und scheppern auf der Küstenstraße des Nordens entlang. Auf Empfehlung eines einheimischen Jungen, steigen wir in Glacis aus dem Bus und verbringen einige Stunden an einem traumhaften Strand, schlachten einige Kokosnüsse und lassen nochmal die Seele baumeln. Im klappernden „TATABUS“ rattern wir zurück nach Victoria in die Basis. Nach dem Essen lassen wir uns von Georges im Pick Up zum Flughafen fahren. Der Auszug aus dem Paradies!

Die wundervolle, friedliche, abwechslungsreiche und spannende Natur, die hilfsbereiten, entspannten und stets freundlichen Menschen, denen wir überall begegneten, sind die besten Gründe für eine baldige Rückkehr.[nbsp]

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