Homerun der Herkules

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Das Anliegen, dem lieben Töchterlein in der fernen Heimat wenigstens telefonisch vor Schulbeginn zum Geburtstag zu gratulieren, weckt mich gegen 6.30 Uhr. Ich übernehme traditionell die Zubereitung der Morgenmahlzeit und falle beim Angeln nach dem Aufschnitt fast kopfüber in die Kühlbox. Deren Füllstand zeigt halt auch das nahende Ende der Reise an. Während des Frühstücks setzt Starkregen ein. Nach hastigem Blick auf das Regenradar zeigt sich, dass nur eine Regenfront durchzieht. Diese hat es aber in sich. Die Glut von Ralfs Morgenzigarette muss während der Mülltrennung in dem ordentlichen deutschen Hafen ohne freies WLAN mächtig gegen die schweren Tropfen ankämpfen. Nach dem Regen kommt der Wind, 4-5 Bft aus Nordwest. Wir  fahren stressfrei trotz Seitenwind aus der Box und bereiten noch im Hafen die Segel vor. Auf Raumschotkurs gönnen wir dem Groß noch einen ruhigen Vormittag und rollen zunächst nur die Genua aus. Sie zieht uns völlig entspannt mit knapp 6 kn Richtung Stubbenkammer. Auf Höhe Königstuhl fängt es leider noch mal an zu gießen, das Regenradar hat geschummelt. Nach dem Guss  entschließen wir uns, dass Groß hochzuziehen. Die Sonne bringt durch die Wolken und es geht weiter vorwärts. Gegen 13:00 Uhr haben wir Sellin querab, der Wind lässt nach und wir steuern auf das der Herkules gut bekannte Landtief zu, dem Schlupfloch in die Heimat des Schiffes. Der Zicker ist gut auszumachen. Hoch am Wind metern wir durch das Landtief und machen noch einen Schlag auf den Bodden. Dann kommt der Homerun der Herkules, sie rennt förmlich nach Gager in der Nachmittagssonne. 17:30 Uhr fest und zu Ende ist der vorletzte Segeltag. Einmal werden wir noch wach, dann ist Herkules Ankunftstag. Der Magen knurrt bei dem Sinnen über die Speisekarte des „Taun-Hövt“, wir machen uns frisch und werden gleich über den Zicker in der Abendsonne zur Kneipe wandern. Taschenlampen, GPS, EPIRB und Notfallbesteck sind im Rucksack verstaut. Es soll ja Seeleute geben, die sich auf dem Rückweg zum Hafen verlaufen haben.

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