Sassnitz

Der Hafen Sassnitz, selbst beworben als das „Tor zur Ostsee“, ist eigentlich eine einzige Katastrophe. 2009 waren die neu erbauten Schwimmstege nicht in Betrieb, zwei Dixis dienten für circa 50 Boote und hunderte Tagesgäste als Sanitärtrakt, der örtliche Fischhandel sperrt die hungrigen Segler ab 17:00 Uhr aus dem Geschäft, obwohl sich die Planken vom Fischgewicht noch bogen. Dennoch hat der Hafen Charme und ist als Sprungbrett für einen Törn nach Bornholm bestens geeignet. Doch sollte die Seglerseele hier nicht zu empfindsam sein. Der Ort selber ist hässlich, was auch einzelne architektonische Kleinode nicht rausreißen können, dafür ist die nahe gelegene Steilküste ein Erlebnis. Ausgedehnte Wanderungen führen zu den berühmten Kreidefelsen der Stubbenkammer. Alle Wanderer gehen den Weg mit gesenktem Haupt, den die Suche nach Hühnergöttern ist hier besonders von Erfolg gekrönt. Wir mussten Nina so manches Mal die schwere Last abnehmen, die nun unsern Wintergarten schmückt. Ansonsten gibt es noch ein U-Boot zu besichtigen und das Fischerei -und Hafenmuseum buhlt um Besucher, alle Ausflugsdampfer und Fischerboote brettern durch das Hafenbecken, ohne Rücksicht auf den edlen Tropfen auf dem Cockpittisch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

2 × zwei =